Das denkmalgeschützte Gutshaus Blankenberg samt umliegenden Park soll nach jahrzehntelangem Stillstand wieder mit Leben gefüllt werden. Mit Hilfe von LEADER-Mitteln wird zunächst in einer ersten Phase das Dach samt Dachstuhl sowie Fassade und Fenstern saniert. Um dem Denkmal gerecht zu werden, sind neben dem Umbau zur späteren Nutzung des Dachbodens insbesondere die historischen Anpassungen als Hauptziel der Maßnahmen zu verstehen. Hierdurch wird beispielsweise die Fassade mit ihrer ursprünglichen Stuckatur und historisch wertvollen Fenstern wiederhergestellt.

Die Maßnahmen tragen zur Umsetzung eines gemeinschaftlichen Nutzungskonzeptes bei, nach welchem das Gutshaus und die Parkanlage in Teilen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden sollen. Für die Räumlichkeiten sind die Nutzung als Veranstaltungs- und Seminarort sowie die Integration touristischer Angebote und Beherbergung vorgesehen. Der Saal des Gutshauses fungiert demnach als multifunktionaler Treffpunkt und kann wahlweise für Hochzeiten, als Café oder Gemeinschaftsraum genutzt werden.

Um das ausgegebene Ziel einer Balance zwischen Historie und zeitgemäßer Nutzung zu erreichen, ist den Projektträgern die Öffnung des Geländes für die lokale Bevölkerung wie auch für externe Interessierte wichtig. So soll das Parkareal beispielsweise Raum für das Gemeinschaftsgärtnern bieten. Das Projekt, welches Kooperationen mit regionalen Produzenten und Vereinen, wie dem Treckerverein Blankenberg oder dem Gut Tornow aufbaut, schafft auf diese Weise Synergien, fördert die ländliche Entwicklung und kann als Beispiel für eine integrierte und progressive Nachnutzung geschichtsträchtiger Denkmäler dienen.